Wir schlagen folgende Änderungen im PsychThG und im SGB V vor:

  • Legaldefiniton im PsychThG:

  • Die psychotherapeutische Tätigkeit der Approbierten ist in § 1 Abs. 3 PsychThG definiert. Der Absatz sollte wie folgt gefasst werden: „Ausübung von Psychotherapie im Sinne dieses Gesetzes ist die Feststellung, Heilung, Linderung oder Prävention von Erkrankungen, bei denen Psychotherapie indiziert ist, sowie die Rehabilitation.“

  • SGB V:

  • Um die Tätigkeitsfelder von PsychotherapeutInnen, z.B. im Bereich der Prävention angemessen zu beschreiben, schlagen wir folgende Änderung von § 28 Absatz 3 SGB V vor: „Die psychotherapeutische Behandlung umfasst die Tätigkeit von Psychologischen Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten, die zur Verhütung, Früherkennung und Behandlung von Krankheiten nach den Regeln der psychotherapeutischen Kunst ausreichend und zweckmäßig ist. Zur psychotherapeutischen Behandlung gehört auch die Hilfeleistung anderer Personen, die von dem Psychotherapeuten angeordnet und von ihm zu verantworten ist.“

  • Durch entsprechende Einfügungen in § 85 und § 43a SGB V sollen sozialpsychotherapeutische Praxisstrukturen ermöglicht, aber nicht vorgeschrieben werden.

  • Präventionsgesetz:

  • Im Präventionsgesetz (PrävG) sollte § 26a Abs. 1 Satz 3 und 4 wie folgt geändert werden: „Untersuchungen zur Früherkennung und ihre Folgeuntersuchungen umfassen, sofern medizinisch angezeigt, eine Präventionsempfehlung für Leistungen zur verhaltensbezogenen Prävention nach § 20 Absatz 5, die sich altersentsprechend an das Kind, den Jugendlichen oder die Eltern oder andere Sorgeberechtigte richten können. Die Präventionsempfehlung wird in Form einer Bescheinigung erteilt.“ Damit könnten auch Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutInnen Präventionsempfehlungen aussprechen und verordnen. Das ist ihnen derzeit noch verwehrt.


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